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Geschichte

Antike

In den frühen Ansätzen demokratische Gesellschaften findet sich die Idee der Gleichberechtigung der Freien, ausgehend von den Naturrechten, wieder. Die Mitgestaltungsbefugnisse hingen zunächst jedoch vom Status der Person ab. So galten z.B. Frauen, Ausländer und Sklaven nicht als Freie Bürger und würden von diesesn Frühformen der Demokratie ausgeschlossen.

Griechenland

Die antike attische Demokratie wird als erste Verwirklichung einer Demokratie in der Geschichte angesehen. Entstanden war sie nach heftigen Verhandlungen zwischen Adel und Reichen mir dem einfachen Volk. Sie gewährte allen männlichen Vollbürgern Mitbestimmung in der Regierung. Beamte wurden per Los bestimmt oder gewählt.

Diese Staatsform war nicht unumstritten, da sie unter anderem ihren Bürgern das Recht gewährte, Mitbürger, die als gefährlich für die Demokratie ansahen, in die Verbannung zu schicken. Eine Praxis, die recht häufig und nicht immer im Sinne des Allgemeinwohls angewandt wurde.

Rom

In der Römischen Republik waren bis zur schrittweisen und kontinuierlichen Ablösung durch den Prinzipat rudimentäre demokratische Elemente in der Gesellschaft vorhanden. Das oligarchische Prinzip war zwar bestimmend, doch basierend auf der Idee der Gleichberechtigung der Freien fand die Wahl der republikanischen Magistrate statt. Historisch bedeutender ist jedoch die Etablierung einer frühen Form eines Rechtsstaats – ein wesentliches Element heutiger Demokratien.

Mittelalter und Neuzeit

Mit dem Untergang des Römischen Reiches verschwand auch die demokratische Idee nahezu vollständig von der politischen Bühne Europas. Nur auf der kommunalen Ebene in deutschen Reichsstädten mit Bürgerrechten und in Teilen der Schweiz überlebten die Ideen teilweise.

Mit der Entstehung des britischen Unterhauses im 13. Jahrhundert entstand auch die früheste „nationale“ demokratische Bewegung. Die anfangs wenigen Rechten wurden mit der Entwicklung der absoluten Monarchie sogar noch weiter verringert. Erst der englische Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert sicherte dem Unterhaus als Volksvertretung umfangreiche Rechte. Ergebnis: Die erste neuzeitliche Demokratie. Die so genannten „Levellers“ (Gleichmacher) traten für die Abschaffung von Sklaverei und Leibeigenschaft, dafür aber allgemeines und gleiches Wahlrecht für alle Männer ein. Wie bei den antiken Herrschern betrachtete auch die englische Oberschicht die Demokratie äußerst misstrauisch.

Mit der Idee vom Gesellschaftsvertrag etablierte Jean-Jacques Rousseau 1762 die identitäre Demokratie, welche Herrscher und Beherrschte gleichsetzt.
Die von John Locke und Charles Montesqieu etablierte Gewaltenteilung in Legislative, Judikative und Exekutive wurde als elementarer Bestandteil eines modernen demokratischen Rechtsstaates betrachtet.

In Nordamerika schlossen sich zu dieser Zeit 5 Indianer-Stämme zum Bund der Irokesen zusammen und gaben sich eine Räte-Verfassung. Benjamin Franklin und andere amerikanische Staatsmänner ließen sich bei der Ausgestaltung der amerikanischen Verfassung von den Irokesen anregen.

Die Ideen der Philosophen, das Vorbild des englischen Parlamentarismus und auch das Vorbild der irokesischen Verfassung fanden Berücksichtigung, als mit der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika 1787 der erste moderne demokratische Staat entstand. Polen gab sich als erster Staat Europas am 3. Mai 1791 eine Verfassung. All diese Prozesse inspirierten die Französische Revolution und führten zu einer schrittweisen Demokratisierung andere europäischer Länder.